Was ist eine Divertikulitis?

Divertikulitis wird auch als Divertikulose bezeichnet und ist eine Erkrankung, die hauptsächlich bei älteren Menschen zu beobachten ist. Bei einer Divertikulitis befinden sich in der Darmschleimhaut Ausstülpungen, die als Divertikel bezeichnet werden. Wenn die Darmschleimhaut des Patienten eine gewisse Anzahl an Divertikeln aufweist, spricht der Arzt von einer Divertikulitis.

Was ist Divertikulitis?

Divertikel können dadurch entstehen, dass sich die gesamte Darmwand oder auch nur die Darmschleimhaut durch Gefäßlücken hindurch stülpt. Handelt es sich nur um Ausstülpungen der Darmschleimhaut, dann werden die Ausstülpungen als Pseudodivertikel bezeichnet. Wenn sich die gesamte Darmwand ausstülpt, dann handelt es sich um “echte” Divertikel, die sich oft im Bereich des Abgangs zum Blinddarm oder Dünndarm befinden und angeboren sind.

In 85 Prozent der Fälle von Divertikulitis haben die Betroffenen keine Beschwerden. Dann spricht man von einer asymptomatischen Divertikulitis und es erfolgt in der Regel keine Behandlung. Meist rühren die Beschwerden daher, dass sich Divertikel entzünden. In seltenen Fällen kann es sein, dass Divertikel zu Blutungen führen, obwohl sie nicht entzündet sind und keine Schmerzen verursachen. Entzündet sich eines der Divertikel, treten ähnliche Symptome auf wie bei einer Blinddarmentzündung und es muss entfernt werden.

Divertikulitis im Darm

Divertikulitis im Darm

  • Dünndarmdivertikel:
    Auch im Dünndarm können Divertikel auftreten, dies ist jedoch seltener und nur bei etwa einem halben Prozent der Bevölkerung der Fall. Diese sind jedoch meist harmlos und es treten keine Beschwerden auf.
  • Dickdarmdivertikel:
    Die meisten Divertikel treten im vorletzten Abschnitt des Dickdarms auf. Die Mehrzahl der Divertikel, die sich entzünden, sind Pseudodivertikel, bei denen sich die Darmschleimhaut durch eine Öffnung gestülpt hat. Mit der Entzündung gehen starke Schmerzen im Unterbauch einher, die sich manchmal auf den gesamten Bauchraum ausbreiten. Weitere Symptome sind Fieber und Abgeschlagenheit, starke Blähungen, Verstopfung oder Durchfall sowie teilweise Schleim und Blut im Stuhl. In der Regel verspüren die Patienten nach dem Abgang von Stuhl oder Luft eine kurzzeitige Verbesserung der Beschwerden.

Krankheitsbild der Divertikulitis

Wenn sich die genannten Symptome zeigen, sollte der Betroffene unverzüglich einen Arzt aufsuchen, denn die Divertikulitis geht in der Regel nicht von selbst zurück und sie kann zudem zu schweren Komplikationen, wie zum Beispiel einem Darmdurchbruch, einer Bauchfellentzündung oder anderen Darmkrankheiten bis hin zu Krebs führen. Zudem will man in der Regel genau diese anderen Krankheiten als Ursache ausschließen.

Normalerweise wird eine Blutuntersuchung, eine Ultraschalluntersuchung und eine Computertomografie zur Diagnose durchgeführt. Die Behandlung einer Divertikulitis erfolgt je nach Fall über eine Diät, die Verabreichung von Antibiotika oder auch durch eine Operation.

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